Krypto Börse Vergleich

Wo kann man Kryptowährungen kaufen? Die Antwort erhältst du im folgenden Beitrag, bei dem die bekanntesten Krypto Börsen zum Handeln von Bitcoin und Co. verglichen werden.

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Noch vor einigen Jahren war es gar nicht so einfach mit Kryptowährungen zu handeln. Die meisten Trades liefen über den sogenannten P2P Handel. Das bedeutet: Käufer und Verkäufer von Kryptos haben sich über verschiedene Communities, z.B. in einem Forum finden müssen, um einen Handel abzuschließen. Das ist etwa vergleichbar zu einem unregulierten privaten Gebrauchtwarenhandel.

Durch die gestiegene Nachfrage entstanden ab 2011 die ersten Börsen, durch die ein zentraler Marktplatz zum Handeln von Kryptowährungen möglich wurde. Ab dem letzten Krypto Boom im Jahr 2017 haben sich die Börsen weiter etabliert und folgen wichtigen Regulierungen, welche für die Sicherheit der Plattformen sorgen. Heute sind viele diese Marktplätze von ihrer Ausstattung vergleichbar zu einer Wertpapierbörse.

Um Kryptowährungen zu kaufen, meldest du dich auf einer dieser Börsen an. Auf seriösen Plattformen wird zusätzlich eine Identitätsprüfung (z.B. VideoIdentverfahren) durchgeführt, damit Betrugsversuche nachverfolgbar sind. Danach kannst du mit deinem Fiat Geld (Euro / Dollar etc.) auf der Plattform Kryptowährungen zum Marktpreis handeln. Die Verfahrensweise des Tradings unterscheidet sich je nach Börse.

Tipp: Der erste Trade kann etwas gewöhnungsbedürftig sein. Daher empfiehlt es sich ein Tutorial auf der Betreiber Homepage oder auf Youtube anzusehen.

Wo kann man Kryptowährungen kaufen?

Die folgende Übersicht zeigt einen Vergleich der bekanntesten Krypto Börsen, welche eine deutschsprachige Plattform betreiben.

Bitcoin.de Erfahrungen

Bitcoin.de gehört zur börsennotierten Bitcoin SE Gruppe und betreibt die größte Krypto Börse in Deutschland mit europaweit ca. 950.000 Kunden. Mit nur 6 verschiedenen Kryptowährungen ist die Auswahl zwar sehr gering, aber die wichtigsten sind mit Bitcoin und Ethereum dabei. Auf dieser Krypto Börse lassen sich digitale Coins nur im Austausch zum Euro handeln. Du kannst z.B. nicht Bitcoin gegen Ethereum handeln. Der Funktionsumfang ist daher deutlich eingeschränkt. Die Plattform glänzt allerdings durch seine hohe Sicherheit, Regulierung und Einfachheit. Laut Betreiber werden ca. 98 % der auf der Plattform befindlichen Kryptowährungen offline auf einer Cold Wallet gespeichert. Somit wird eine Art Einlagensicherungen garantiert, falls Hacker Zugriff auf die Onlinebörse erhalten. Bitcoin.de kann dich somit im Worst Case Szenario entschädigen. Ihr Rechenzentrum befindet sich außerdem nicht in irgendeinem Entwicklungsland, sondern mitten in Deutschland und wird regelmäßig durch externe IT-Wirtschaftsprüfer begutachtet.

Für die weitere Sicherheit muss jeder Nutzer seine Identität sowie sein Bankkonto verifizieren lassen. Für dein Passwortschutz bietet bitcoin.de eine 2-Faktor-Authentifizierung an. Das bedeutet, selbst wenn jemand dein Passwort herausfindet, müsste er außerdem noch physisch auf ein weiteres Gerät oder eine Tan Liste zugreifen können, um sich einzuhacken.

 

Um Kryptowährungen zu kaufen, erstellst du einen Kaufauftrag mit der Anzahl der Coins, die du erwerben willst und zu welchem Kurs (z.B. Bitcoin pro Euro) der Kauf erfolgen soll. Alternativ kannst du einen bestehenden Auftrag eines Verkäufers zu seinen Konditionen annehmen.

Bei einem erfolgreichen Trade musst du innerhalb von 24h ein Überweisungsauftrag an den Verkäufer in Höhe des Preises senden. Sobald der Verkäufer den Eingang bestätigt, wird die Plattform dir automatisch die Kryptowährung auf dein Wallet überweisen. Bitcoin.de agiert hier als eine Art Treuhänder, sorgt dafür, dass die Transaktion sauber verläuft und kümmert sich ggf. um eine Streitschlichtung. 

Nach jeder Transaktion kannst du dein Gegenüber bewerten, sodass hier ähnlich wie z.B. auf Ebay ein Trust-Level für jeden Trader aufgebaut wird. Du kannst dann filtern, ob du nur mit Händlern mit hohem Trust-Level tradest.  

Für mich persönlich war bitcoin.de die erste Anlaufstelle für den Erwerb von Bitcoin und Ethereum, bei der ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe. Die Plattform ist weltweit eine der sichersten Krypto Börsen. Die etwas beschränkte Auswahl hat wiederum für Beginner den Vorteil, dass alles sehr übersichtlich dargestellt und dokumentiert wird.

Bitcoin.de Gebühren

Die Gebühren auf Bitcoin.de sind sehr übersichtlich und simpel:

Für die Anmeldung und Verwaltung deines Krypto Wallets fallen keine Gebühren an.

Für jeden abgeschlossenen Trade zahlen sowohl Käufer als auch Verkäufer jeweils 0,5 % Gebühren auf den Kaufpreis.

Wenn du über ein Fidor Girokonto verfügst, kannst du damit Expresshandel betreiben. Fidor besitzt eine Partnerschaft mit bitcoin.de, sodass sich beide Konten verbinden lassen. So lassen sich die Coins innerhalb von Sekunden traden und die Gebühren sinken auf 0,4 % des Kaufpreises.

Bitcoin.de Kundenservice

Ein wesentlicher Vorteil ist, dass Bitcoin.de aus Deutschland betrieben wird, was bei Rechtsstreitigkeit ein wesentlicher Vorteil ist. Darüber ist die Plattform auf deutsche Klienten ausgerichtet und stellt ein umfangreiches FAQ bereit, welches die meisten Fragen bereits vorab beantwortet. Sonstige Anfragen können per E-Mail beantwortet werden. Der telefonische Support ist aktuell (noch) nicht möglich.

Coinbase Erfahrungen

Coinbase wurde bereits 2012 in den USA gegründet und ist die weltweit zweitgrößte Krypto Börse. Das Unternehmen ist durch Börsenaufsicht SEC reguliert und hält eine offizielle Lizenz als Money Transmitter. Als einzige Krypto Börse wird dadurch eine gesetzlich Einlagensicherung, vergleichbar zu einem Girokonto, bis zu 250.000 $ ermöglicht – allerdings nur für US-Bürger. Auch auf Coinbase muss jeder Nutzer eine Identitätsprüfung durchlaufen. Des Weiteren werden 98 % der Kryptowährungen auf einer Hard Wallet sich aufbewahrt.

Bekannte Investoren wie Facebook und Twitter haben Coinbase finanziell ebenfalls unterstützt. Im Jahr 2021 plant das Unternehmen außerdem seinen Börsengang. Im Thema Sicherheit und Seriösität liegt Coinbase also weit vorne.

Das Aufgebot unterscheidet zwischen der einfachen Coinbase Plattform und Coinbase Pro. Auf Ersterer können Kryptowährungen zum Marktpreis direkt per Überweisung oder Kreditkarte erworben werden. Dies ist simpel aufgebaut, aber mit relativ hohen Gebühren verbunden, da du die Kryptowährung direkt über den Betreiber erwirbst. Coinbase Pro dagegen ist eine richtige Krypto Börse, bei dem du mit anderen Mitgliedern handeln kannst. Entsprechend ist die Plattform etwas komplexer aufgebaut, aber dafür günstiger. Insgesamt können über 30 Kryptowährungen, die vorher von Coinbase qualifiziert geprüft wurden, (z.B. Bitcoin, Ethereum, Ripple etc.) gehandelt werden.  

Interessant ist die zusätzliche Option eines Krypto Sparplans. So kannst du monatlich einen automatischen Kaufauftrag anlegen – vergleichbar zu einem ETF-Sparplan. Die Gebühren dafür sind mit ca. 3 % des Anlagevolumens jedoch ziemlich hoch.

Coinbase Gebühren

Die Anmeldung und Verwaltung des Wallets sind kostenlos. Die Trading Gebühren sind jedoch teils intransparent und können stark schwanken:

Auf der normalen Coinbase Plattform fallen ca. 1,99 % Gebühren auf den Kaufpreis an (1,49 % Orderkosten + 0,5 % Spread).

Kreditkartenzahlungen kosten weitere 3,99 % Gebühren.

Auf Coinbase Pro sind die Gebühren deutlich niedriger und hängen vom Tradingvolumen ab. Bis zu einer Summe von 10.000 $ fallen Gebühren für Käufer und Verkäufer von jeweils 0,25 % an. Mit höheren Beträgen sinken die Orderkosten Richtung 0 %.

Coinbase Kundenservice

Im Customer Support bietet Coinbase ein englischsprachiges FAQ und eine teils deutschsprachige Grundlagenschulung für Anfänger an. Zusätzlich steht ein Support per E-Mail und Telefon auf Englisch bereit.

Binance Erfahrungen

Binance ist 2017 innerhalb eines Jahres zur größten Krypo Börse weltweit aufgestiegen. Dies ist bezüglich der Seriosität und Liquidität der Plattform ein wesentlicher Vorteil. Binance wurde ursprünglich in China gegründet und hat mittlerweile seinen Unternehmenssitz nach Malta verlegt. Trotz des Umzugs in die Europäische Union besitzt Binance keine staatliche Regulierung, z.B. über eine Börsenaufsicht. Diese Tatsache muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, da eine wirtschaftliche Regulierung durch Partnerschaften mit anderen Finanzinstituten, wie z.B. CM-Equity, indirekt erfolgt.

Binance ermöglicht den Handel von über 150 Coins über die deutschsprachige Browserplattform oder Smartphone App. Ca. 35 Kryptos können dabei direkt per Überweisung oder Kreditkarte in Eurowährung erworben werden. Die sonstigen Kryptowährungen werden auf dem Spot Market gehandelt. Das bedeutet du kannst Krypto Währungspaare, z.B. Bitcoin gegen Ethereum, handeln. Das Angebot von Binance ist so umfangreich, dass sogar verschiedene Hebelprodukte, P2P Trading, Mining und Staking (Festgeld Sparanlagen mit Kryptowährungen) angeboten werden. Ein weiterer großer Pluspunkt sind die niedrigen Handelsgebühren, bei dem so ziemlich alle gleichwertigen Wettbewerber kalt aussehen.

Um weitere Sicherheit zu gewährleisten, müssen sich alle Nutzer auf Binance mit Personalausweis und Gesichtsprüfung identifizieren lassen. Für den regelmäßigen Login kann ebenfalls eine 2-Faktor-Authentifizierung eingestellt werden.

Meine Meinung zu Binance ist ebenfalls sehr positiv. Wer etwas fortgeschrittener und häufiger Kryptowährungen handelt, sollte eher auf diese Plattform zugreifen. Dagegen spricht jedoch die etwas komplexere Plattform, die durch sein hohes Angebot nicht mehr ganz so übersichtlich ist wie bitcoin.de. Da Binance weniger reguliert wird auch hinsichtlich seiner Bestände, die im Cold Wallet gespeichert sind, könnte es bei größerem Krypto Vermögen ratsam sei, dieses auf ein eigenes Hartware Wallet (z.B. Ledger Nano S) zu transferieren.

Binance Gebühren

Die Gebühren auf der Binance Exchange sind unschlagbar:

Es fallen keine Gebühren für die Anmeldung und Verwaltung der Wallet an.

Bis zu einem Volumen von 50 BTC (entspricht ca. 3 Mio. $) fallen lediglich Handelsgebühren von 0,1% des Kaufpreises jeweilig auf Käufer und Verkäufer an. Bei Überweisung von Euros auf die Plattform und anschließendem Kauf von Kryptowährungen ist die Gebühr identisch.

Handelt man über die hauseigene Kryptowährung dem Binance Coin (BNB) sinkt diese Gebühr sogar auf 0,075% des Handelspreises.

Erwirbt man Kryptowährungen direkt per Kreditkarte fällt eine Gebühr von ca. 1,8% auf den Kaufpreis an

Binance Kundenservice

Auch Binance bietet ein deutschsprachiges und umfangreiches FAQ sowie ein Lernzentrum für Neulinge. Sonstige Anfragen können auf Englisch per E-Mail oder Chat beantwortet werden. Eine Telefon Hotline wird nicht bereitgestellt. Darüber hinaus hat Binance eine große Community, sodass auf verschiedenen Foren, Facebook- und Telegramgruppen andere Mitglieder behilflich sein können.

Fazit:

Zusammenfassend gelten alle genannten Krypto Börsen als ausreichend seriös und sicher. Bitcoin.de und Coinbase können hier besonders punkten, da sie staatlichen Kontrollen unterliegen. Sie sind insbesondere für vorsichtige und unerfahrene Krypto Trader zu empfehlen. Dafür müssen Anleger entsprechend mit höheren Orderkosten und einer eingeschränkten Anzahl handelbarer Kryptowährungen rechnen. Binance hingegen punktet in diesen Aspekten mit einer riesigen Auswahl an Krypto Produkten. Die Plattform ist insbesondere für etwas fortgeschrittenere Anleger geeignet, die auch gerne häufiger traden.

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