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In Kryptowährungen investieren

Warum lohnt es sich auch in Kryptowährungen zu investieren? Hier erfährst du die Strategie, wie man rational auf den Wertzuwachs von Kryptowährungen spekuliert.

„Seien Sie paranoid auf der einen und risikofreudig auf der anderen Seite." - Nassim Taleb

Bestseller Autor, Professor der Finanzmathematik und Börsenhändler Nassim Taleb, bekannt für seine Bücher „Die Narren des Zufalls“ sowie „Der Schwarze Schwan“ beschreibt im obigen Zitat die Anlagestrategie, die ihn reicht gemacht hat. Er setzte dabei etwa 90 % seines Kapitals auf sichere Anlagen und etwa 10 % auf hoch riskante Anlagen. Die 90 %, die er beispielsweise in Staatsanleihen investierte, haben immer eine geringe aber zuverlässige Rendite gebracht. Während er die anderen 10 % z.B. in spekulative Derivate investiert hat, welche zwar in einigen Fällen zum Totalverlust führten, aber in den entscheidenden Momenten eine überdimensionale Rendite erwirtschafteten. Hier geht es jedoch nicht um Lotto spielen, sondern statistisch sinnvolle Risiken einzugehen. Das bedeutet der Erwartungswert abzüglich der Kosten ist positiv. Oder wie Nassim Taleb es ausdrückt: „Sie gewinnen mehr, wenn Sie recht haben, als Sie verlieren, wenn Sie falschliegen.“

Beispiel: Ein hochspekulatives Wertpapier mit einem Einkaufspreis von 1.000€ hat eine Wahrscheinlichkeit von 99%, dass es zu einem Totalverlust führt. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 1% steigt die Anlage auf einen Wert von 1 Mio. €. Der Erwartungswert wäre damit: 1% * 1.000.000€ = 10.000€. Abzüglich der Kosten für das Investment wären das 10.000€ – 1.000€ = 9.000 €. Damit ist der Erwartungswert abzüglich der Kosten positiv, sodass sich das Investment statistisch lohnt.

Aber auch hier gibt es natürlich den Unterschied, ob du nur einmal investieren kannst oder beliebig oft. Im ersten Fall ist das Risiko natürlich zu hoch. Kannst du jedoch beliebig oft zu ähnlichen Bedingungen investieren, wirst du immer mal wieder (statistisch jedes 100. Mal) auf diese 1% treffen, sodass es sich strategisch auszahlt das Risiko einzugehen.


Kryptowährungen Rendite


Die Top 10 der wertvollsten Kryptowährungen im Januar 2017 haben in den nächsten 12 Monaten eine durchschnittliche Rendite von 9.466% erzielt (siehe Coinmarketcap). Ein Investment von 10.000€ hat sich also innerhalb eines Jahres auf 946.600€ erhöht. Wer hier behauptet man solle gänzlich die Finger von Kryptowährungen lassen, hat entweder selbst die Entwicklung verschlafen oder will sie nicht wahrhaben.

Natürlich handelt es sich hier um ein hochspekulatives Investment. Allein der Bitcoin als größte Kryptowährung, schwankte im Jahr 2017 im täglichen Durchschnitt 4-5 mal stärker als der Goldpreis oder der Euro/Dollar Kurs. Die Technologie hinter den Kryptowährungen, nämlich die Blockchain ist noch lange nicht fortschrittlich genug, um sie auf den Massenmarkt zu bringen. Die herrschende Meinung geht davon aus, dass sich die Blockchain und digitale Währungen etwa auf dem Niveau des Internets Anfang der 90er Jahre befindet. Und dies war eine Zeit, in denen hochrangige Industrieexperten wie Bill Gates behaupteten – Internet sei nur ein kurzfristiger Hype. Wer weiß also genau, ob Blockchain und Kryptowährungen nicht das nächste große Ding werden?

So oder so kann es sich ein Investment lohnen, wenn es man schafft, seine Gier zurückzuhalten. Denn keiner will wohl die nächste platzende Blase erleben, wie es bei Internetaktien im Jahr 2000 der Fall war. Hier wurden Aktien von neuen Technologieunternehmen im großen Umfang erworben, welche aber noch kein Proof of Concept – also keine bewiesen funktionierende Geschäftsidee hatten. Lediglich die Gier nach hohen Gewinnen trieb die Investoren an, noch mehr Geld in die Blase zu pumpen. Sei dir also bei Kryptowährungen bewusst, dass es noch nicht sicher ist, wohin die Reise hingeht und möglicherweise auch hohe Verluste eintreten können. Stattdessen tu es wie Nassim Taleb und investiere nur einen geringen Anteil deines Vermögens, sozusagen als Spielgeld in Kryptowährungen.



Black Swan Portfolio


Nassim Taleb nennt ein sehr seltenes Ereignis, das unvorhersehbar ist und einen enormen Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft hat einen Schwarzen Schwan. Ich gehe im übertragenden Sinne davon aus, dass der Aufstieg von Kryptowährungen, also eine Disruption unseres Geldsystem dieses seltene Black Swan Event sein kann. Entsprechend würde ein Portfolio mit einem kleinen Anteil in Kryptowährungen Sinn machen. Denn wenn sich das Szenario erwirklicht hat das eine enorme Auswirkung auf die Gesamtrendite des Portfolios.

Portfolio, das mir hier vorschwebt besteht aus 10 % Kryptowährungen (verschiedene Währungen) und 90 % klassisches ETF Portfolio.

Hätte man Anfang des Jahres 2017 in dieses Portfolio investiert, hätte man in den nachfolgenden 12 Monaten 957 % Rendite gemacht, die sich folgendermaßen aufteilt:


Wie in der Tabelle zu sehen, wirkt sich der Schwarze Schwan, nämlich die Kryptowährung mit einer anteiligen Rendite von 946,59 % enorm auf die Performance des Portfolios aus. Diese Rendite basiert auf kalkuliertes Glück, d.h. nicht jedes Jahr kann ein solch positives Scenario eintreffen. Und dennoch handelt es sich hier nicht um ein „Zocker-Portfolio“, sondern um eine rationale und langfristige Strategie des Vermögensaufbaus. Gehen wir z.B. von einem Scenario aus, bei dem Kryptowährungen die Hälfte ihres Wert verlieren, was nicht absolut unwahrscheinlich wäre, hätten wir 2017 immer noch eine gute Rendite von 5,59 % erzielt, wie in der folgenden Tabelle zu sehen ist.



Krypto Portfolio: In welche Kryptowährung investieren?


Neben der bekanntesten und größten Kryptowährung dem Bitcoin gibt es über 1600 weitere Kryptowährungen mit einer gesamten Marktkapitalisierung von ca. 300 Milliarden USD (Stand 30.03.2018). Eine Übersicht aller an Kryptobörsen gehandelten Währungen findest du auf Coinmarketcap. Die große Auswahl macht es natürlich nicht einfacher, zu entscheiden, welche Kryptos gekauft werden sollen. Generell steht hinter fast jeder Währung ein Unternehmen mit einer individuellen Geschäftsidee, ähnlich wie auch bei Aktien. Nur wird hier eben nicht mit Eigenkapital, sondern meist einer begrenzten Anzahl einer eigenen Währung gehandelt. Der zukünftige Wert der Kryptowährung ist meist rein spekulativ und basiert auf der Idee, dass sich die Geschäftsidee samt Kryptowährung in Zukunft wirtschaftlich umsetzt. Um als Anleger das Risiko beim Investieren zu reduzieren, würde es also Sinn machen, eine Diversifizierung vorzunehmen, d.h.  Kryptowährungen mit unterschiedlichen Konzepten zu kaufen, mit der Hoffnung, dass sich eine oder mehrere dieser Ideen langfristig durchsetzen.


Beste Kryptowährung


Im folgenden Abschnitt findest du eine persönliche Top 5 aktuell erfolgreicher Kryptowährungen, die es sich lohnt im Portfolio zu haben.

Bitcoin

Bitcoin (BTC) ist die älteste und mit einem Marktanteil von 45% die wertvollste Kryptowährung (Stand: 30.03.2018). Der Bitcoin erlebte viele Höhen und Tiefen, aber ist bisher immer wieder aus der Krise stärker herausgewachsen. Mit einem Wachstum von 1.679% im Jahr 2017 liegt das Wachstum zwar eher im hinteren Bereich der Top 10 Liste, zeigt jedoch im langfristigen Trend, dass die Volatilität sinkt und damit eine verbesserte Wertstabilität vorliegt. Es lohnt sich in die Kryptowährung zu investieren, da sie das höchste Vertrauen am Markt genießt und damit als Leitwährung für andere Cryptocurrencies dient. Auf ähnliche Technologien bauen auch die Währungen Litecoin, Bitcoin Cash sowie Bitcoin Gold – weshalb auf Grund der Diversifizierung auf den Kauf letzterer Währungen verzichtet werden kann.

Ethereum


Die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum (ETH) zeichnet sich durch eine verbesserte Effizienz, also einer höheren Transaktionsgeschwindigkeit und niedrigeren Transaktionsaktionskosten aus. Ethereum ermöglicht außerdem sogenannte Smart Contracts, also Verträge, die über Blockchain sicher, transparent und effizient abgewickelt werden können. Auf Grund der besseren Praxistauglichkeit hat Ethereum bereits mehrere Partnerschaften mit namhaften Unternehmen, die das ETH-Protokoll nutzen. Ethereum erwirtschaftete 2017 eine Rendite von 13.193%.

Ripple

Ripple (XRP), die drittgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, gilt als das Bitcoin für Banken. Im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen entsteht jedoch keine alternative Zahlungsmethode, sondern Ripple wird in die bereits bestehende Zahlungsnetzwerke der Banken integriert, um damit einen virtuellen Devisenmarkt zu schaffen. Damit sollen Fremdwährungs- sowie Transferkosten minimiert werden. Ripple setzt dabei nicht auf Anonymität, sondern vollste Transparenz, die mit den gesetzlichen Standards im Einklang sind. Ripple erlebte 2017 ein Wachstum von 48.677%.

Cardano

Mit dem Stichwort Blockchain 3.0 ist Cardano (ADA) eine technologische Weiterentwicklung von Bitcoin und Ethereum. Eine verbesserte Skalierbarkeit soll schnellere und günstigere Transaktionen sowie die Erstellung von Smart Contracts ermöglichen. Es basiert nicht auf klassisches Mining von Kryptowährungen, sondern auf das Konzept „Proof of Stake“, sodass der immense Stromverbrauch, der durch das Generieren von Bitcoins und Co. entstehen, vermieden wird. Die noch sehr junge Währung Cardano wuchs 2017 um 2.410%.

IOTA


Iota (MIOTA) ist die Kryptowährung für das Internet of Things und ermöglich damit eine sichere und effiziente Kommunikation und Zahlung zwischen Maschinen. Diese fortschrittliche Technologie kann beispielsweise beim Parken genutzt werden, also wenn ein Auto mit einem Parkplatzsensor kommuniziert und dabei gleichzeitig die Bezahlung erfolgt. Namhafte Unternehmen wie Bosch sind bereits in IOTA investiert. IOTA schaffte 2017 eine Performance von 439%.


Natürlich ist diese Liste nicht vollständig und du solltest dich bei Interesse nach weiteren Kryptowährungen umschauen. Hier empfiehlt es sich auch in verschiedenen Gruppen zusammenzufinden, beispielsweise in der deutschen Facebookgruppe: Kryptowährungen, Blockchain, Bitcoin – einfach, klar und ohne Abzocke.

Wenn dich das Kryptofieber gepackt hat, schau dir ebenfalls verschiedene ICOs (Initial Coin Offering) an. Hier werden Kryptowährungen zum ersten Mal an den Markt gebracht, sodass sie noch günstig zu erwerben sind. Lies dir jedoch den Business Plan (Whitepaper) und Bewertungen der Unternehmen genau durch, denn in einigen Fällen handelt es sich auch um wertlose oder betrügerische Unternehmen. Auf ICO Alert  findest du eine Übersicht kommender ICOs.



Kryptowährungen kaufen


Mittlerweile gibt es viele verschiedene Börsen, bei denen du in den Kryptowährungsmarkt investieren kannst. Hier solltest du in allen Fällen vorsichtig sein, denn einige Börsen waren in der Vergangenheit Opfer von Hackerattacken, wodurch einige Anleger ihr Kapital komplett verloren haben. Achte auch darauf, dass die Börse groß genug ist, um ausreichend Liquidität beim Trading bereitzustellen. Das bedeutet, es sollten möglichst viele Nutzer angemeldet sein, damit du jederzeit Kryptowährungen zum Marktpreis kaufen bzw. verkaufen kannst. Kryptowährungen Börsen funktionieren ähnlich wie normale Wertpapierbörsen sind aber deutlich weniger reguliert. Nach deiner Anmeldung, für die in der Regel kein aufwendiger Identitätsnachweis notwendig ist, kaufst du zunächst Kryptos mit deinem Fiatgeld, also z.B. Euros. Dies geschieht, indem du einen Kauf zu deinen Preisvorstellungen und die des Verkäufers akzeptierst, du das Geld per Überweisung an den Verkäufer transferierst und der Verkäufer dir dann die Kryptowährung auf dein Börsenaccount sendet. Dieser Prozess wird bei den meisten Börsen ausreichend reguliert, sodass der Tausch ohne Probleme abgewickelt wird. Sollte dir der Verkäufer z.B. nach der Überweisung keine Kryptos schicken, so springt der Börsenbetreiber ein und regelt den Konflikt.



Kryptowährungen Börse


Durch die stark erhöhte Nachfrage haben einige Kryptobörsen ihre Anmeldebedingungen streng verschärft, sodass beispielsweise eine Mindesteinlage notwendig wird. Im Folgenden findest du zwei Börsen, die nur geringe Anmeldeanforderungen haben und trotzdem als sicher gelten.

Bitcoin.de

Die größte deutsche Kryptobörse zeichnet sich durch eine hohe Regulierung, z.B. durch offizielle Wirtschaftsprüfer und einer Einlagensicherung von 98% des Kundenvermögens, aus. Die Börse bietet außerdem die Möglichkeit an, Expresskäufe bzw. –verkäufe durchzuführen, sodass in Sekundenschnelle Kryptowährungen erworben werden können. Leider ist das Angebot mit Bitcoin, Bitcoin Cash, Bitcoin Gold und Ethereum eher eingeschränkt. Dafür können diese Währungen jedoch gegen Euro oder US Dollar schnell und einfach gehandelt werden.


Hier kannst du kostenlos ein Konto bei Bitcoin.de erstellen.


Binance


Binance ist die nach täglichem Handelsvolumen größte Kryptobörse weltweit (Stand: März 2018). Die Börse zeichnet sich durch seine hohe Liquidität und den geringen Transaktionskosten aus. Es werden etwa 300 verschiedene Kryptowährungen zum Handeln angeboten, welche mit US Dollar oder anderen Kryptowährungen erworben werden können. Die Sicherheitsstandards sind nicht so hoch festgelegt, wie es bei der deutschen Plattform Bitcoin.de der Fall ist. Allerdings werden ähnliche Sicherheitsstandards wie in anderen internationalen Börsen eingehalten und darauf hingewiesen, wie man sich selbst besser absichern kann. Bei höheren Beträgen wäre es trotzdem sinnvoll, die erworbenen Krypowährungen auf eine eigene Wallet zu transferieren, z.B. auf Myetherwallet, oder für noch höhere Sicherheit diese offline zu speichern auf einem Ledger Nano S Wallet.


Hier kannst du kostenlos ein Konto auf Binance erstellen.



Fazit:

Mittlerweile musst du kein Technikfreak sein, um Kryptowährungen zu erwerben. Die Märkte sind deutlich stärker reguliert, als sie es noch vor Jahren waren und ermöglichen dadurch eine verbesserte Sicherheit deines Vermögens. In jedem Fall kann sich lohnen in Kryptowährungen zu investieren, da diese überdimensionale Renditen in den vergangen Jahren erwirtschafteten. Denk jedoch daran, dass diese auch ein hohes Risiko bergen und du nur so viel investieren solltest, wie du es dir auch erlauben kannst zu verlieren. Nach der Idee von Nassim Taleb macht es Sinn, sein überschüssiges Vermögen zu 90% in sichere Anlagen zu investieren und maximal 10 % in hoch spekulative Anlagen wie eben Kryptowährungen.

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