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Aktien Depot Vergleich 2020

Updated: May 12

In diesem Beitrag erfährst du, welches Aktien Depot Konto im Vergleich am besten abschneidet hinsichtlich Gebühren, Transparenz und Service.


Was ist ein Aktien Depot:

Ein Aktiendepot ist ein separates Bankkonto, mit dem du Wertpapiere an der Börse handeln kannst.


Wie eröffne ich ein Depot:

Ein Depot zu eröffnen, ist unkompliziert und lässt sich bei einigen Anbietern (sogenannte Broker) schon in wenigen Minuten erledigen. Hierfür musst du lediglich deine Identität, z.B. über das VideoIdent Verfahren bestätigen. Das ist beispielsweise aus steuerlichen Gründen notwendig, da du über dein Depot Einkünfte aus Kapitalvermögen erwirtschaftest.


Was kostet ein Depot:

Hier gibt es wesentliche Unterschiede: Die höchsten Gebühren werden in der Regel von lokalen, traditionellen Banken wie der örtlichen Sparkasse genommen. Auf der anderen Seite gibt online Broker, welche durch schlankere Strukturen deutlich niedrigere Gebühren verlangen. Hauptsächlich setzen diese sich zusammen aus einer monatlichen / jährlichen Depotverwaltungsgebühr und Orderkosten, also für den Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers. Für die Eröffnung des Depots selber fallen in der Regel keine Gebühren an.

Weiter unten findest du ein Aktien Depot Vergleich mit der Auflistung aller Kosten verschiedener Anbieter.


Wie handle ich auf einem Depot:

Nachdem du dein Depot eröffnet hast, erhältst du ein Verrechnungskonto, auf das du von deinem Girokonto aus Geld einzahlen kannst. Dies entspricht deinem Guthaben auf dem Aktien Depot. Nun kannst du mit dem Handel loslegen, indem du deine gewünschte Aktie, ETF oder sonstige Wertpapiere suchst. Weil einige Unternehmen ähnliche Namen haben, solltest du um Verwechslungsgefahr auszuschließen, vorher im Internet die korrekte Wertpapierkennnummer (WKN) recherchieren. Für Aktien empfehle ich dafür die Plattform Finanzen.net und für ETFs die Homepage Just-ETF.


Beim Handel siehst du den aktuellen Kurs, zu dem die Aktie gehandelt wird, z.B. die Bayer Aktie zum Preis von 50 €. Nun kannst du angeben, wie viele Aktien du von Bayer erwerben willst. 10 Aktien entsprechen dann einem Kaufvolumen von 500 €. Bei Einzelaktien wie dieser, ist es nicht möglich Bruchteile der Aktie zu kaufen. Das insbesondere ein Nachteil bei Aktien wie Amazon, bei der eine Aktien schon über 1.500 € kostet.

Bei ETF-Sparplänen ist der Kauf von Bruchteilen möglich.


Hinweis: Der Preis pro Aktie ist kein Indikator für den Wert der Aktie. Es kommt immer darauf an, wie viele Anteile öffentlich auf dem Handel sind und wie hoch der Eigenkapitalwert (Marktkapitalisierung) des Unternehmens ist. Ein Unternehmen, das 10 Mio. € wert ist, kann z.B. 10.000 Aktien zu je 1.000 € ausgeben oder alternativ 1.000.000 Aktien zu je 10 €.


Wie sicher ist mein Aktiendepot?

Beginner haben öfters Bedenken bezüglich der Sicherheit von Aktien Depots. Hier kann ich aber Entwarnung geben. Alle seriösen Broker, dazu gehören auch kleinere und neuere Anbieter, sind bei der Bafin registriert und müssen Wertpapiere als sogenanntes Sondervermögen verwalten. Im Gegensatz zu einem Girokonto bei einer Bank, wird dein Vermögen also nicht weiter gehandelt, sondern sicher verwahrt. Selbst bei einer Bankenpleite steht dir dieses Sondervermögen zu. Keine andere Partei hat Zugriff auf deine Wertpapiere.



Aktien Depot Vergleich:


Platz 1: Trade Republic


Meiner Meinung nach mit Abstand der beste Depot Anbieter Deutschlands ist der FinTech Broker Trade Republic. Bei keinem anderen Depot sind die Gebühren so niedrig und die Plattform so übersichtlich einfach. Es fallen keine Depotverwaltungsgebühren an. Aktien können pauschal für 1€ pro Trade gehandelt werden. Für ETF Sparpläne fallen sogar gar keine Orderkosten an. Trade Republic war insbesondere als die Corona-Krise zuschlug ein zuverlässiger Partner. Andere Broker (z.B. Onvista) sind nämlich an einigen Tagen wegen des hohen Ansturms auf den Aktienmarkt ausgefallen.


Trade Republic eignet sich insbesondere wegen der geringen Komplexität und Gebühren als erstes Depot für Beginner. Aktuell können 6.500 Aktien und 280 ETFs, bei denen die bekannten ETFs (MSCI WORLD, Emerging Marktets, DAX etc.) vorhanden sind, gehandelt werden. Da Trade Republic eine sehr schlanke und günstige Plattform betreibt, wird nur ein Handelsplatz (LS Exchange) und ein Anbieter von ETFs (IShares) angeboten. Für diejenigen, welche nur standardmäßige, bekannte Aktien und ETFs handeln, ist das unproblematisch. Für Investoren, die jedoch auch sehr exotische Wertpapiere handeln, könnte die Auswahl zu gering sein oder zu einem höheren Spread führen.


Vorteile:

  • Kontoeröffnung in wenigen Minuten per VideoIdent Verfahren

  • Keine Depotverwaltungsgebühr

  • ETF Sparpläne ohne Orderkosten

  • Monatliche ETF Sparraten ab 25 €

  • Aktien und sonstige Wertpapiere für nur 1 € pro Trade

  • Moderne und sehr benutzerfreundliche App


Nachteile:

  • Nur ein Börsenplatz

  • Eingeschränkte Auswahl bei ETFs

  • Nur mobile Nutzung auf dem Smartphone möglich




Platz 2: Smart Broker


Auf Platz 2 ist der von wallstreet:online betriebene Anbieter Smart Broker. Das Depot wird online über den Browser verwaltet. Aktien können schon ab 4 € pro Trade gehandelt werden. 292 ETF Sparpläne sind kostenlos, also ohne Ordergebühren verfügbar. Der Anbieter betreibt ebenfalls eine benutzerfreundliche Plattform und ist für Investoren geeignet, die ihre Wertpapiere lieber auf dem PC statt auf dem Smartphone verwalten. Im Vergleich zu Trade Republic ist Auswahl an ETFs etwas höher. Des Weiteren werden alle deutschen und viele ausländische Börsenplätze angeboten, sodass auch sehr exotische Wertpapiere gehandelt werden können.


Vorteile:

  • Kontoeröffnung in wenigen Minuten per VideoIdent Verfahren

  • Keine Depotverwaltungsgebühr

  • ETF Sparpläne ohne Orderkosten

  • Monatliche ETF Sparraten ab 25 €

  • Aktien und sonstige Wertpapiere für nur 4 € pro Trade


Nachteile:

  • Höhere Orderkosten im Vergleich zu Trade Republic

  • Keine mobile Nutzung per App auf dem Smartphone möglich




Platz 3: Comdirect Depot


Die Direktbank Comdirect, eine Tochtergesellschaft der Commerzbank, ist vergleichsweise ein traditioneller Anbieter für Depotkonten. Die Plattform ist ebenfalls online via Browser erreichbar, allerdings ist die Benutzerfreundlichkeit der Webseite eher mittelmäßig. Auch bezüglich der Gebühren kann Comdirect nicht mit Trade Republic oder Smart Broker mithalten. Es fallen 1,5 % Orderkosten pro ETF Sparrate an und mindestens 9,90 € pro Trade von Wertpapieren. Comdirect bietet aber den wesentlichen Vorteil, dass Kunden Ihr Girokonto und Depot auf der gleichen Plattform führen können, um eine bessere Übersicht auf ihre Finanzen zu haben. Möglicherweise spielt hier auch das Vertrauen an einen renommierten Broker für einige Investoren eine Rolle.


Vorteile:

  • Kontoeröffnung in wenigen Minuten per VideoIdent Verfahren

  • Keine Depotverwaltungsgebühr

  • Girokonto und Depot auf einer Plattform

  • Monatliche ETF Sparraten ab 25 €


Nachteile:

  • Hohe Orderkosten

  • Keine benutzerfreundliche Plattform



Sonstige Anbieter:


  • Onvista: Kein schlechter Anbieter, aber unübersichtliche Onlineplattform, geringe Auswahl an ETFs, Ordergebühren für ETFs wurden 2019 erhöht

  • Consorsbank: Guter Anbieter, vergleichbar mit Comdirect

  • Flatex: Relativ günstige Orderkosten; allerdings komplexe Gebührenstruktur. Ist empfehlenswert für englisch sprachige Anwender außerhalb Deutschlands

  • DeGiro: Sehr günstige Orderkosten; allerdings Depotkonto in den Niederlanden, weshalb steuerliche Schwierigkeiten auftreten können.

  • ING: Guter Anbieter, vergleichbar mit Comdirect

  • DKB: Guter Anbieter, vergleichbar mit Comdirect


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